Aue Süd – Das „energetische“ Herz schlägt jetzt

Eine unserer ersten Festlegungen für das Wohn- und Lebensquartier Aue Süd im Jahr 2017 war, dass das Quartier so autark wie technisch möglich sein soll. Dafür haben wir früh mit einer „Energieinsel“ oder einer „Energiezentrale“ geplant. Von dieser aus werden die einzelnen Gebäude über Nahwärmeleitungen und eigne Stromtrassen versorgt.

Mittlerweile ist diese Energiezentrale im Gebäude „B1“ auf knapp 200qm in Betrieb gegangen. Das technische Herz schlägt und pulsiert – in der Anfangsphase noch mit einigen Herzrhythmusstörungen, aber zunehmend regelmäßiger. In diesem unscheinbaren Raum laufen die Fäden zusammen und alle wichtigen Einrichtungen werden überwacht und gesteuert.

Wir haben in der Zwischenzeit  36 Erdsonden mit einer Tiefe von 150 m auf dem Gelände errichtet. Diese erzeugen zu 100% CO2-freie Wärme für das Areal. Außerdem werden die Gebäude im Sommer mit dieser Technik gekühlt bzw. temperiert.

Außerdem wird über unseren Mittelspannungsring mit einer Übergabe- und drei Trafostationen das gesamte Quartier mit Strom versorgt. Dieser wird zu einem erheblichen Teil aus Photovoltaik-Anlagen erzeugt, die wir bisher mit einer Leistung von knapp 800 kWp errichtet haben. Dies bedeutet eine maximale Erzeugung von bis zu 800.000 kWh im Jahr – eine ganze Menge. Hinzu kommen sogar noch Eigenanlagen von EDEKA und Aldi.

Auch interessant: Wir können von dieser Zentrale aus auch alle von uns verbauten Strom- und Wärmemengenzähler auslesen und so unseren Mietern zum einen Arbeit mit Ableseterminen ersparen und zum anderen jederzeit Verbrauchsdaten erheben und bei Bedarf auswerten.

Die Planung und Errichtung dieser Infrastruktur war anspruchsvoll und der Betrieb wird es weiterhin bleiben. Wir freuen uns, dass uns dies mit unserem Team – besonderer Dank an Herrn Osterburg – und den Planern und ausführenden Firmen gelungen ist. Wir werden den Betrieb fortlaufend optimieren. Für weitere Projekte – auch im Bereich der Bestandssanierung – konnten wir wichtige Erfahrungen und Knowhow sammeln.

Insofern war der Weg der letzten Jahre ein Stück weit schon das Ziel und wir arbeiten bereits an der weiteren Integration unseres Wissen in weitere Gebäude und Projekte.