Nachdem feststeht, wer die Nutzer des vollständig sanierten Gebäudes in der Bahnhofstraße 2 sein werden (vgl. News vom 17.10.2023), und die Planungsphase Ende Oktober 2023 gestartet ist, beginnen nun die ersten sichtbaren Schritte auf der Baustelle.
Alles muss raus.
Das Gebäude wird aktuell vom Keller bis zum Dachgeschoss vollständig entkernt. Sämtliche nichttragenden Bauteile werden entfernt, sodass das Bauwerk bis auf sein Stahlbeton-Skelett zurückgebaut wird. Diese Arbeiten haben in den vergangenen Tagen begonnen und markieren den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase.
Ziel der Entkernung ist es, die Grundrissstruktur und die gesamte technische Gebäudeausrüstung zeitgemäß und zukunftsfähig neu zu ordnen. Parallel dazu wird die Gebäudehülle – einschließlich Dach, Fenster und Fassade – auf einen hohen energetischen Standard gebracht. Ein weiterer zentraler Baustein ist der Einbau eines Aufzugs im bestehenden Treppenauge, wodurch das Gebäude künftig vollständig barrierefrei erschlossen wird.
Für alle, die Baustellen in ihrer ursprünglichsten Form schätzen – mit Lärm, Staub und viel Bewegung – lohnt sich in den kommenden Wochen durchaus ein Blick vor Ort.
Ab Juni ist der Start des eigentlichen „Wiederaufbaus“ vorgesehen. Den Auftakt bilden der Rohbau für die Erhöhung der Dachattika, die Verfüllung des ehemaligen Bunkers unter dem Gebäude sowie verschiedene konstruktive Anpassungen im Gebäudeinneren. Im Anschluss folgen die Dachdeckerarbeiten; ab etwa Oktober werden weitere Gewerke wie Elektro, HLSK sowie Fassaden- und Fensterbau schrittweise auf der Baustelle tätig.
Ergänzend entsteht ein Erdsondenfeld mit neun Sonden in jeweils rund 150 Metern Tiefe – ein wesentlicher Baustein für die nachhaltige und effiziente Energieversorgung des Gebäudes.
Bei aller Planungssorgfalt gilt jedoch: Es handelt sich um ein komplexes Sanierungs- und Umbauprojekt im Bestand. Überraschungen sind daher nicht ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass der Ausbau eines Sparkassenstandorts mit sicherheitsrelevanten Anforderungen wie Tresoranlagen und Spezialtechnik kein Standardprojekt ist und besondere planerische wie bauliche Herausforderungen mit sich bringt.
Kurzum: Die Aufgabe ist anspruchsvoll – und genau deshalb reizvoll.
Gehen wir es an.